ZEITZEUGEN

 Berlin
Marion Nevoigt
geb. 1955 
In den 1970er Jahren durch ihren Verlobten
in    der    westdeutschen    (kommerziellen)
Fluchthilfeszene   aktiv.   Wurde   jahrelang
vom  MfS  bespitzelt.  Hat  dazu  ein  Buch
(Reise ins Ungewisse - Meine Sicht der Dinge) veröffentlicht

Ingrid Eisenbart
geb. 1937 
Krankenschwester   in   einem   Krankenhaus
der Volkspolizei (VP). Unter Nutzung des VP
-Dienstausweises  flüchtete  sie  nach  jahre-
langer  Vorbereitung  wenige  Tage  vor  dem
Mauerbau mit dem Zug nach West-Berlin. 
Berlin
Brandenburg
Berlin
Hessen 

Petra Aufenanger
geb. 1941
Flüchtete 1958 mit ihrer Familie nach West-
Berlin und erlebte von dort den Mauerbau.
Schulgrenzgängerin.   Abitur   im   Jahr   des
Mauerbaus. 

Rita Bergemann
geb. 1940 
Flüchtete 1961 kurz nach dem Mauerbau
mit ihrem Verlobten nach West-Berlin, in-
dem sie die Havel durchschwammen. Der
Mauerbau schnitt ihr den Weg von Pots-
dam zu ihrer Ostberliner Arbeitsstätte ab.

Dr. Inka Bach
geb. 1956 
1972   gelang   ihr   die   Flucht   nach   West-
Berlin,  versteckt  in  einem  Fahrzeug.  Ver-
öffentlichte   ihre   Erlebnisse   u.a.   2004   in
dem  Roman „Glücksmarie“.
 
Doris Birner
geb. 1949 
Flüchtete  1961  mit  ihrer  Familie  im  un-
mittelbaren   Vorfeld   des   Mauerbaus   mit
dem Zug nach West-Berlin. Grund war u.a.,
dass  die  Eltern  in  der  DDR  keine  Bildungs-
chancen für sie sahen. 
Nordrhein-
Westfalen
Berlin
Nordrhein-
Westfalen
Bayern 

Gerhard Brückner
geb. 1938 
Flüchtete 1962 per Schiff  nach West-Berlin
zusammen mit seiner Verlobten. Grenzgän-
ger,  lebte  in  Ost-Berlin,  arbeitete  aber  im
Westteil  der  Stadt.  Nach  dem  Mauerbau
hatte er deshalb Existenzprobleme.
Brandenburg

Vera Dörrier-Breitwieser
geb. 1933 
Flüchtete  im  Dezember  1961  nach  West-
Berlin mit Hilfe der studentischen Fluchthil-
fe-Gruppe   um   Detlev   Girrmann.   Flucht-
grund  war  u.a.  die  Tatsache,  dass  ihr  Ver-
lobter in West-Berlin lebte. 

Berlin
Roland Exner
geb. 1942
Der  Schulgrenzgänger  versuchte,  am  Tag
des  Mauerbaus  zu  flüchten.  Der  Fluchtver-
such  misslang.  Verurteilung  zu  drei  Jahren
Haft. Saß im Zuchthaus Bautzen. Vom Wes-
ten freigekauft.

Klaus Hoffmann
geb. 1943 
Fluchtversuch  1965  über  die  Tschechoslo-
wakei  schlug fehl. Verurteilung auf Bewäh-
rung.  1966  gelang  die  Flucht  nach  West-
Berlin  durch  die  Hilfe  der  Fluchtgruppe  „X
10“. Danach selbst als Schleuser tätig.

Wolfgang Kockrow
geb. 1932 
1959 in der DDR wegen angeblicher Spiona-
ge verhaftet, obwohl er West-Berliner war.
Verurteilung   zu   mehreren   Jahren   Haft. 
1964  Abschiebung  nach  West-Berlin,  dort
als Fluchthelfer tätig, u.a. Tunnel 57, durch
den 57 Menschen aus der DDR flohen.

Brandenburg
Evemarie Kühnke
geb. 1943
Besuchte als Schulgrenzgängerin eine West-
Berliner Schule. Hielt sich am Tag des Mau-
erbaus  zufällig  in  West-Berlin  auf.  Hat  die
Erinnerungen an ihre Kinder- und Jugendzeit
in       dem       Buch       „Meine       Ost-West-
Erinnerungen“  verarbeitet.

Horst Müller
geb. 1941
Als professioneller Fluchthelfer tätig. Konn-
te 32 DDR-Bürgern zur Flucht in den Wes-
ten verhelfen. 1971 verhaftet und in Baut-
zen und Hohenschönhausen inhaftiert.
1977 von der Bundesrepublik freigekauft.

Klaus Schulz-Ladegast
geb. 1941 
Flüchtete  1959  nach  West-Berlin,  kehrte
1961 zurück. Verhaftung wenige Tage nach
dem  Mauerbau  wegen  Spionage.  Mehrjäh-
rige Haftstrafe. 1967 zweite Flucht. Bis heu-
te in der politischen Bildungsarbeit aktiv.
 
Regina Thulesius
geb. 1942
Flüchtete 1961 wenige Tage nach dem
Mauerbau mit Unterstützung Westberliner
Lehrer nach West-Berlin. Schulgrenzgänge-
rin, da sie als Pfarrerstochter die Oberschu-
le in Ost-Berlin nicht besuchen durfte.  Der
Mauerbau trennte die Familie dauerhaft.

Rudi Thurow
geb. 1937 
Flüchtete    1962    nach    Westberlin.    SED-
Mitglied,   bis   1962   als   Unteroffizie  r der
Grenztruppen an der innerdeutschen Gren-
ze . War danach viele Jahre als Fluchthelfer
in  West-Berlin  tätig  und  am  Bau  von  sechs
Fluchttunneln beteiligt. 
Berlin  Berlin
Zeitzeugen
Bayern  

Niedersachsen
Dietrich Nolte
geb. 1928 
Flüchtete  1952  aus  Ost-Berlin,  nachdem  er
von den  sowjetischen Militärbehörden we-
gen  angeblicher  „Werwolf“-Mitgliedschaft
verhaftet  und  von  1946  bis  1950  im  Lager
Buchenwald interniert wurde. 

Berlin
Albrecht Roos
geb. 1939 
Flüchtete  im  September  1961  bei  Befesti-
gungsarbeiten   an   der   Grenze   zu   West-
Berlin. Vater SED-Funktionär, er selbst Mit-
glied  in  der  Jungen  Gemeinde.  Daher  zahl-
reichen Repressionen ausgesetzt.

Willy H. Schreiber
geb. 1937 
Flüchtete  1981  im  Kofferraum  des  Autos
eines  befreundeten  italienischen  Kommu-
nisten.  Wurde  jahrelang  vom  MfS  (durch
seine   Ehefrau)   überwacht.   Verarbeitete
seine   Erinnerungen   im   Buch   „Im   Visier.
Anatomie einer Flucht aus der DDR“ 

Karl-Heinz Thiemann
geb. 1951 
Flüchtete Ende der 1980er Jahre nach West-
Berlin. Aufgewachsen in Kinderheimen. Haft
wegen  Unterlassung  der  Anzeige  einer  Re-
publikflucht. Danach SED-Mitgliedschaft, um
nach eigener Aussage den Staat „mit seinen
eigenen Waffen zu schlagen.“

24.5.11 20:14

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jürgen Brand (7.2.13 11:15)
Hallo zusammen,

weil ich damals aus politischen Gründen 4 Jahre im Zuchthaus in der DDR sitzen musste, habe ich das zweiteilige Buch „Hafterlebnisse eines DDR-Bürgers“
geschrieben. Über meine Erfahrungen mit den damaligen Behörden, dem Zuchthaus, den schlimmen Haftbedingungen,
Hungern wegen Essensentzug , der fast 30 monatigen Arrest und Einzelhaft, Kontakt und Schreibverbot, sowie den Verhören der Stasi,
erzähle ich in diesem Buch.
Durch das schreiben konnte ich die Vergangenheit besser verarbeiten und hoffentlich ein klein wenig die Leser vor den Sozialismus warnen!
Obwohl ich keine kriminelle Straftat begangen hatte, sondern nur ein klein wenig gegen das Unrechtssystem aufmuckte, deshalb musste
ich so lange unter den Folterknechten der DDR-Justiz Leiden. Mit Glück habe ich das Gefängnis überlebt. Aber bis heute sitzen noch viele
SED-Kader und Spitzel des DDR-Regimes in Ämtern und bei der Polizei in den „neuen Bundesländer“.
Weil auch die anderen Täter nie bestraft wurden, können sie alle ihre unverdiente hohen Renten genießen. Aber viele Opfer der DDR,
kämpfen noch heute um eine gerechte Entschädigung.
Wie sie im Internet lesen können, interessierte sich mehrfach die Presse in NRW 2011 für das Buch.
Beim epubli-Verlag oder bei der Buchhandlung 89,können sie den 1.Teil „Hafterlebnisse eines DDR-Bürgers“ und den 2.Teil für 11,70€ bestellen.
Als E-Book für 3,84€
Die Rechtsschreibfehler im Buch, die bei Amazon bemängelt wurden, sind inzwischen beseitigt!!

Im Gegensatz dazu, war meine Kindheit aber schön, zufrieden und interessant. Deshalb habe ich darüber das Buch „Meine Kindheit in der DDR“
geschrieben. Die 3 Titel sind alle als E-Book bei Amazon oder beim epubli-Verlag zu bekommen.
Ab den 25.2.2013 erscheint das Buch „Meine Jugend in der DDR“ beim epubli-Verlag.

Freundliche Grüße
Jürgen Brand


Jürgen Brand / Website (20.12.13 11:22)
Allen Homepagebesuchern eine schöne Vorweihnachtszeit!

Gruß Jürgen
http://rurufi.ibk.me

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen
Werbung